Kategorie: Fotoserie

Kuriose Fundstücke –
Schildertexte und mehr (4)

13.05.2017    

Was ist verboten? Um welche Wassergrenze geht es? Warum wird die Navigation nicht gemeldet?

Warnschild in Castelsardo

Warnschild in Castelsardo

Wir grübelten vor diesem Schild in Castelsardo an der Nordküste von Sardinien, aber wir verstanden weder die deutsche noch die englische Übersetzung. Hatte sich hier ein vermeintlich Sprachkundiger versucht oder vertrauten die italienischen Schildermacher einem Übersetzungsprogramm?

Das Schild stand an einem Fußweg, der über eine steile Treppen zum Wasser führte. Unten am Strand konnten wir die Fragen sowieso nicht klären, weil der Abstieg gesperrt war. Wir wollten ja ohnehin in die Altstadt, die in ca. 100 Meter Höhe direkt über dem Wasser lag. Von dort bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf das Mittelmeer und die grünen Hügel der wunderschönen Insel. Im Mai hatte die Sonne die Landschaft noch nicht ausgedörrt.

Von oben sahen wir aber auch den gesperrten Weg zum Wasser. Wir tüftelten unbewusst weiter an dem Sprachquiz und entschieden uns dann für folgende Bedeutung: „Der verbotene Bereich des Wassers ist nicht ausgeschildert.“ Aber wem oder was wird etwas verboten? …

Ich hatte bereits in einigen Beiträgen über kuriose Texte berichtet. Der letzte handelt von Schildern für Verkehrsteilnehmer (zum Beitrag). In diesem Beitrag folgen weitere Warnschilder.

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Kuriose Fundstücke –
Schildertexte und mehr (3)

03.05.2017    

Parken verboten

Parken verboten

Absolventen von Waldorfschulen dürfen hier nicht parken. Hat der Hausbesitzer die Erfahrung gemacht, dass keine andere Verkehrsteilnehmer vor seiner Einfahrt stehen? Oder können alle Falschparker eurythmisch tanzen?

Über die Motivation des Anwohners aus Pliening in Oberbayern kann man wild spekulieren. Egal. Ein bisschen lustig ist das Schild schon. Walldorfschüler finden diese Späßchen mittlerweile nicht mehr so witzig. Sie sind z. B. sehr genervt, wenn man sie fragt, ob sie mal ihren Namen vortanzen könnten.

Ich hatte bereits kuriose Texte an Autohecks (zum Beitrag) und an Haustüren (zum Beitrag) gezeigt. In diesem Beitrag folgen Schilder, die an Verkehrsteilnehmer gerichtet sind.

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Kuriose Fundstücke –
Schildertexte und mehr (2)

05.04.2017    

Also Tschüss!

Also Tschüss!

Der gut gekleidete Verkäufertyp steuert forsch auf die Hausnummer 25 zu. Zu meinem Erstaunen bleibt er abrupt stehen, überlegt kurz und macht dann auf den Hacken kehrt. Was steht da so Wirkungsvolles auf dem Schild?

Ich sehe mir die Bekanntmachung des Hausbewohners genauer an und denke, dass entweder Zeile 1 „Wir wollen nichts kaufen“ oder Zeile 4 „Wir sind versichert“ funktioniert hat. Dieses Schild, das ich in meinem Wohnort gesehen habe, erfüllt anscheinend nicht nur seinen Zweck, es ist zudem auch noch amüsant.

Im letzten Blog-Beitrag hatte ich einige Bekundungen an Autohecks gezeigt (zum Beitrag). Hier folgen jetzt kuriose Schilder rund um die Wohnung.

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Kuriose Fundstücke –
Schildertexte und mehr (1)

22.03.2017     2 Kommentare

Das von Ekel verzerrte Gesicht fällt sofort auf. Man fragt sich, was das Baby erleiden muss. Der Text klärt unmissverständlich auf. Und ich leide ein bisschen mit, weil ich gern Milch trinke. Jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht: Wenn die Milch gekippt ist, schmeckt sie ekelhaft.

Die Milch war sauer

Die Milch war sauer

Ich entdeckte den Aufkleber vor ca. 10 Jahren als ich mich in München zwischen parkenden Autos durchdrängte. Eine Spiegelreflexkamera hatte ich noch nicht. Zu dieser Zeit tat es noch eine Kompaktkamera von Casio, bei der es aber bereits eine Belichtungseinstellung gab. Auch ein Histogramm konnte ich mir auf dem Display anzeigen lassen.

Der Sticker mit dem entsetzten Baby hebt sich erfreulich von der Masse der Bekenntnisse an den Autohecks ab. Es ist eine putzige Alternative zu den üblichen Babyaufklebern der stolzen Eltern: Lukas fährt mit, Lilly on Tour oder auch nur Baby on Board.

Ich fand das Foto, als ich in Lightroom nach einem Bild für eine Montage stöberte. Gern ließ ich mich von der eintönigen Suche ablenken. Ich fand einige weitere Schnappschüsse. In lockerer Folge werde ich sie zukünftig im Blog zeigen.
In diesem Blog-Beitrag folgen weitere Bekundungen an Autohecks.

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Zum Herbstanfang Nebelbilder

21.09.2016     2 Kommentare

Morgen beginnt der Herbst. Von allen Jahreszeiten gefällt er mir am besten. Die Sommerhitze verschwindet und die unangenehme Kälte des Winters ist noch nicht da. In der farbenfrohen Übergangzeit bieten sich einzigartige Fotomotive. Aber nicht nur das. Auch ein andere Extrem hat der Herbst in seinem Portfolio. Nebelstimmungen in Grau mit kaum wahrnehmbaren Farbschattierungen.

Nr. 8 fehlt im Nebel #1 / 2015

Nr. 8 fehlt im Nebel #1 / 2015

Ich fotografierte Ruderer auf der Flensburger Förde. Sie beugten sich vor, tauchten die Ruderblätter ins Wasser und legten sich ins Zeug, um das Boot anzutreiben. Nur der Steuermann saß ganz entspannt, musste sich aber mit Mütze und langer Jacke vor der Kälte schützen.

Als ich die Fotos am PC sichtete, fiel mir auf, dass in dem Achter mit Steuermann ein Ruderer fehlte. Dem war es wohl im Nebel zu ungemütlich? Obwohl das Bild diesen Eindruck vermittelt, war es aber nicht so. Das Originalfoto hatte ich im Frühjahr um die Mittagszeit bei klarer Sicht aufgenommen. Den Nebel generierte ich am PC.

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Hommage an M. C. Escher & Co (2)

10.08.2016    

Das Bild „Treppauf Treppab“ von M. C. Escher, auf dem Personen endlos eine Treppe aufwärts und abwärts gehen, hängt seit vielen Jahren als gerahmtes Poster bei mir im Studio. Die Männer mit Kapuzen kommen nach einer Runde auf dem gleichen Höhenniveau an, auf dem sie gestartet sind. Obwohl die aufwärts gehenden Gestalten offensichtlich nur nach oben führende Stufen nutzen, gewinnen sie keinen Zentimeter an Höhe (zum Bild).

Wie in meinem letzten Blog-Beitrag angekündigt, habe ich versucht, mit Büchern ebenfalls eine unmögliche Treppe zu bauen.

Büchertreppe / 2016

Büchertreppe / 2016

Ich wusste nicht, wie aufwändig das werden würde. In dem Buch von B. Ernst „Der Zauberspiegel des M. C. Escher“ fand ich einige Erklärungen zu den perspektivischen Grundlagen. Aber diese Täuschung mit eigenen Mitteln nachzubilden, war dann doch wesentlich schwerer als ich es mir zunächst vorgestellt hatte.

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Hommage an M. C. Escher & Co (1)

27.07.2016    

Ich mag Bilder, die mich zum Nachdenken anregen. Bei einigen scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein. Aber plötzlich merkt man, dass bei dem Bild etwas nicht stimmt. Es beginnt einen zu beschäftigen. Und dann entdeckt man, dass das Bild etwas darstellt, das in der Wirklichkeit nicht existieren kann. So ist es mir häufig mit den Grafiken von M. C. Escher gegangen.

Die in der Realität unmöglichen Darstellungen gefielen mir so gut, dass ich vor vielen Jahren zwei als Bild gerahmte Escher-Poster in meinem Studio aufhängte. Im Lauf der Zeit nahm ich die Bilder nicht mehr bewusst wahr. Sie dienten nur noch als Dekor.

Vor kurzem hielt ich ein größeres Foto in der Hand, um die unterschiedlichen Lichtwirkungen zu prüfen. Zufällig fiel mein Blick auch auf die Werke von Escher. Ich fragte mich, ob es möglich wäre, statt der Grafiken Fotografien der unmöglichen Figuren zu erstellen. Ein Foto ist schließlich näher an der Realität als eine Grafik und müsste den täuschenden Effekt und die Überraschung verstärken.

Tribar / 2016

Tribar / 2016

Mit welchen Objekten lässt sich die unmögliche Figur des Tribars bauen? Ich habe es mit Büchern probiert. Aber wie funktioniert nun eigentlich das Trugbild?

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