Kategorie: Bildinhalt: Tier

Zu Ostern Katzenbilder

13.04.2017    

Puschel macht bis kurz vor 22 Uhr seinen Rundgang. Draußen gibt es zu dieser Zeit noch einiges zu regeln.

Jemand da?

Jemand da?

Sucht er im Busch nach Mäusen oder anderen Katzen? Wahrscheinlich beides. Bis 22 Uhr muss Puschel wieder zu Hause sein. Das ist die Eisbahn in München Perlach, wo er sich gemütlich eingenistet hat.

Über meine ersten Begegnungen mit ihm habe ich bereits in einem Blog-Beitrag berichtet (zum Beitrag). In der kalten Zeit sah ich ihn meist in dem Gebäude des Eissportzentrums. Zum Ende der Eislaufsaison erwischte ich ihn draußen. Der März hatte schon einige etwas wärmeren Abende, so dass Puschel seine Erkundungen an der frischen Luft bis kurz vor Schließung der Eisbahn ausdehnte.

Von den Angestellten erfuhr ich einige weitere interessante Neuigkeiten über die Gewohnheiten des Hausbesetzers.

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Amateurfotografen und Profis –
Gursky hat bei einem Amateurfotografen gelernt

08.02.2017    

„Sind Sie Profi?“ Die Frage kommt für mich sehr überraschend. Auf der Eröffnung der von der Gesellschaft für Fotografie organisierten Ausstellung „100 Bilder des Jahres 2014“ stellt mir eine Besucherin diese eigentlich sehr einfache Frage. Ich antworte, dass ich seit fast 10 Jahren fotografiere, kein Geld damit verdiene und damit kein Profi bin.

Serie Lecker! / 2014

Serie Lecker! / 2014

Sie stellt dann einige Fragen zu der mit einem Preis prämierten Serie „Lecker!“. Ich erläutere wie ich zu dieser Serie gekommen bin und warum ich sie in dieser Art gestaltet habe.

Aus dem Heimweg erinnerte ich mich an die Frage, ob ich ein Profi sei. Ich hatte zwar prompt geantwortet, aber bei näherem Nachdenken fand ich, dass die Frage doch nicht so eindeutig zu beantworten ist.

Woran macht man die Unterscheidung von Hobby- und Profifotografen fest? An der Fotografie als Lebensgrundlage, einer institutionellen Ausbildung oder der Leistung? Schließlich hat Gursky seine erste Hochschulausbildung auch nur bei einem Autodidakten der Fotografie erhalten.

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Meine zweite Fotosequenz (2)

25.01.2017    

„Das Federkleid ist bräunlich und noch etwas gefleckt. Möwen brauchen einige Jahre, bis sie ausgefärbt sind. Es handelt sich also um einen jüngeren Vogel. Aber irgendwas ist komisch. Was hast Du da wieder mit der Bildbearbeitung gedreht?“

Meine jüngere Tochter kennt sich mit der Tier- und Pflanzenwelt an den Küsten Norddeutschlands aus. Sie betrachtet die Bildsequenz und versucht, die Möwe genauer zu bestimmen. Ich erkläre ihr, dass ich den Schnabel aus ästhetischen Gründen verschönert habe. Im Originalfoto ist der Schnabel hässlich gräulich schwarz gefärbt und wegen der Bewegung auch nicht ganz scharf. Ich wollte eine typische Möwe darstellen, so wie ich sie von anderen Fotos kenne.

Foto 3: Unbearbeitetes Original

Foto 3: Unbearbeitetes Original

Ich zeige ihr die Originalbilder. Diese gefallen ihr wesentlich besser als meine Kreationen, mit denen kein Naturkundler etwas anfangen kann. Darf ich für meine Zwecke derartig in die Natur eingreifen?

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Meine zweite Fotosequenz (1)

11.01.2017    

Was ist das, mit dem die Möwe so heftig kämpft? Ich sehe nur, dass sie etwas aus dem Wasser zieht und mit der Beute einen wilden Tanz aufführt. Das Opfer wehrt sich anscheinend heftig. Ich kann aus der Entfernung aber nicht erkennen, was es ist. Nur, dass die Möwe ihre Beute wieder verliert, ins Wasser stiert und erneut mit dem kräftigen Schnabel nachstößt.

Noch während ich die Szene beobachte, reiße ich auch schon reflexartig die Kamera hoch. Ich fotografiere wild drauflos, ohne zu wissen, was sich da genau abspielt. Dabei bewährt sich wieder die Funktion „Reihenaufnahme“, die ich für solche Fälle standardmäßig eingestellt habe.

Bild 3: Gefangen! / 2014

Bild 3: Gefangen! / 2014

Ich schaue mir die sieben Aufnahmen nicht am Monitor der Kamera an. Abends sichere ich meine Beute des Tages auf dem Smartphone und sehe genau, was sich in den 25 Sekunden abgespielt hat. Die Möwe kämpfte mit einem Krebs, der sich heftig wehrte. Letztlich ist es dann für die Möwe dumm gelaufen. Der Krebs klappte seine scharfen Scheren zu und erwischte den oberen Schnabel. Die Möwe schaute blöd, konnte den Krebs nicht mehr fassen, der festgeklammert am Schnabel hing. Nachdem die Möwe einige Male heftig den Kopf geschüttelt hatte, ließ der Krebs los und verschwand im tieferen Wasser.

Im aufbereiteten Bild „Gefangen!“ sieht man, wie die Möwe gerade den Krebs aus dem Wasser gezogen hat. Mit vier weiteren Bildern habe ich die Fotosequenz „Dumm gelaufen“ aufgebaut.

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Zu Weihnachten Katzenbilder

23.12.2016     2 Kommentare

Puschel liegt meist gemütlich eingerollt in tiefem Schlaf unter der Birkenfeige. Hinter den herunterhängenden Blättern versteckt er sich geschickt vor dem Publikum.

Puschel in seinem Versteck

Puschel in seinem Versteck

Wenn  ich abends zum Eislaufen ging beachtete ich ihn zunächst nicht weiter. Ich dachte, einer der Angestellten bringt ihn mit zur Arbeit. Als ich dann aber erfuhr, dass der Kater unter dem Namen  „Hausbesetzer“ lief, begann ich mich für ihn zu interessieren.

Das Haus, das er bereits vor Jahren erfolgreich besetzt hat, ist das Gebäude des Eissportzentrums in München Perlach. Dort richtete er es sich gemütlich ein. Ich fragte mich: Wie kam er in das Haus? Wem gehört er? Wer verpflegt ihn? Bleibt er dort auch in der Nacht?

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Ist eine Bildaussage Pflicht?

05.10.2016     2 Kommentare

5 Empfänger #1 / 2010

5 Empfänger #1 / 2010

Bei einem Blog über Fotografie hatte ich einen Kommentar abgegeben, in dem ich auf das Thema Bildaussage hinwies. Der Beitragsautor antwortete, dass er über „Bildaussage“ nicht so viel reden wolle. Die sehe er bei normalen Bildern so gut wie nie in Fotowettbewerben. Man solle es beim Handy vorläufig nicht schon wieder als Pflicht sehen.

Der Autor ist in der Amateurfotografie sehr erfahren, er war 25 Jahre Redakteur bei einer Fotozeitschrift. Ich wunderte mich sehr, dass ein fachkundiger Fotograf in Wettbewerben kaum Bilder mit einer Bildaussage gesehen hat und das Wort in Anführungszeichen setzt. Daher möchte ich dieses Thema hier in einem eigenen Blog-Beitrag behandeln.

Dabei versuche ich möglichst konkret zu werden. Das Bild „5 Empfänger #1“ soll als ein Beispiel dienen. Hat das Foto eine Bildaussage? Was ist die Grundlage? Ist der Inhalt oder die Form relevanter?

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Meine erste Fotosequenz

13.07.2016     6 Kommentare

Im Tierpark Hellabrunn beobachtete ich einen Revierkampf zwischen Pelikanen. Eigentlich wollte ich auf dem schnellsten Weg zum Ausgang, weil die offizielle Öffnungszeit bereits überschritten war. Im Vorbeigehen bemerkte ich große Unruhe im Gehege der Pelikane. Einzelne Pelikane setzten mit den riesigen Schnäbeln zu Drohgebärden an.

Ich hatte die Kamera noch auslösebereit in der Hand und schoss intuitiv einige Reihenaufnahmen. So schnell wie das Intermezzo begonnen hatte war es auch wieder vorbei. Der Kampf wirkte wie ein eingespieltes Ritual. Mir fiel jedoch auf, dass einer der Pelikane den Kopf über längere Zeit merkwürdig seitlich verdreht hielt. Er gab mir damit die Chance, ihn in einem kleineren Ausschnitt aufzunehmen.

Erst als ich die Bilder zu Hause am PC sichtete, erkannte ich den Zweck dieser merkwürdigen Kopfhaltung. Der Pelikan hatte anscheinend genug vom Zank und hielt mit seiner äußersten Schnabelspitze den unteren Schnabel des Mitstreiters fest.

Bild 6: Halt den Schnabel #2

Bild 6: Halt den Schnabel #2

Daraufhin sah ich mir auch die anderen Fotos genauer an und beschloss, den Ablauf des Revierkampfs als Fotosequenz abzubilden.

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