Zu Weihnachten Katzenbilder

23.12.2016     2 Kommentare

Puschel liegt meist gemütlich eingerollt in tiefem Schlaf unter der Birkenfeige. Hinter den herunterhängenden Blättern versteckt er sich geschickt vor dem Publikum.

Puschel in seinem Versteck

Puschel in seinem Versteck

Wenn  ich abends zum Eislaufen ging beachtete ich ihn zunächst nicht weiter. Ich dachte, einer der Angestellten bringt ihn mit zur Arbeit. Als ich dann aber erfuhr, dass der Kater unter dem Namen  „Hausbesetzer“ lief, begann ich mich für ihn zu interessieren.

Das Haus, das er bereits vor Jahren erfolgreich besetzt hat, ist das Gebäude des Eissportzentrums in München Perlach. Dort richtete er es sich gemütlich ein. Ich fragte mich: Wie kam er in das Haus? Wem gehört er? Wer verpflegt ihn? Bleibt er dort auch in der Nacht?

Puschel in der Naturoase

Puschel in der Naturoase

Der Kater schlüpfte bereits vor einigen Jahren mit den Eisläufern durch die Eingangstüren ins Gebäude. Er inspizierte alle Ecken, fand es angenehm warm und entdeckte bald das kuschlige Plätzchen unter der Birkenfeige.

Seine Ruhezone liegt jedoch in unmittelbarer Nähe zum Kassenhäuschen. Zahlreiche Eisläufer drängen nach Öffnung der Eisbahn in unmittelbarer Nähe an ihm vorbei. Daran hat er sich anscheinend gewöhnt. Selbst wenn ein Schlittschuh gegen das Geländer knallt, verzieht er keine Miene. Er bleibt ruhig auf der bequemen Decke liegen, die ihm die Angestellten ausgebreitet haben. So fühlt er sich sauwohl.

Mit sich und der Welt zufrieden

Mit sich und der Welt zufrieden

Der Kater gehört einer Familie, die zwei Straßen weiter wohnt. Der richtige Name des Hausbesetzers lautet Puschel. Diesen Namen hat er wohl erhalten, als er noch ein junges possierliches Kätzchen war. Aber heute passt diese Anrede für das stattliche aber auch etwas zu korpulente Tier überhaupt nicht mehr.

Der Kater wird von den Angestellten der Eisbahn mit leckerem Katzenfutter gut verpflegt. Sie haben ihn aber auch dabei erwischt, wie er zusätzlich noch ins Restaurant geht. Puschel mag gerne Pizza. Also besucht er den Italiener direkt gegenüber. Das griechische Restaurant im Gebäude der Eisbahn ignoriert er. Er richtet sich ganz nach seinem feinen Geschmackssinn. Ich kann ihn gut verstehen. Die deftigen griechischen Speisen schmecken mir ebenfalls nicht so gut.

Aber auch weitere wichtige Fragen zu den körperlichen Grundbedürfnissen sind geklärt. Puschel bleibt sogar über Nacht im Gebäude. Er braucht kein Katzenklo. Der Kater steht morgens schon vor der Tür, wenn der erste Angestellte aufschließt.

Puschel als Weihnachtsgeschenk

Puschel als Weihnachtsgeschenk

Als die Adventszeit begann, vermisste ich den Hausbesetzer zunächst. Doch dann entdeckte ich ihn unter dem Weihnachtsbaum. Die Decke ist dort zwar nicht ganz so komfortabel aber vielleicht möchte er die Weihnachtszeit besonders würdigen. Oder sieht er sich als Weihnachtsgeschenk an die Angestellten und Eislaufgäste?

Nur selten habe ich Puschel in Aktion erlebt. Einmal raffte er sich auf und machte einen Kontrollgang in der Anschnallhalle. Er schritt mit großer Würde zwischen den zahlreichen Eislaufgästen hindurch. Das hektische Getümmel der Besucher, die sich die Schlittschuhe anzogen, beachtete er nicht. Auch Zurufe und Lockungen ignorierte er. Wenn einige Katzenfreunde ihn zu streicheln versuchten, duldete er es großzügig, aber nur für kurze Zeit. Puschel verschwand dann mäßigen Schrittes über die Treppe nach oben zu seinem Lieblingsplatz.

Puschel in der typischen Lage

Puschel in der typischen Lage

Wegen dieser typischen Eigenschaft der Katzen, dem eigenen Wesen und Charakter, mag ich sie lieber als Hunde. Die Katzen sind sehr selbstbewusst und machen den Anschein, wie wenn sie die Fürsorge durch den Menschen generös dulden. Hunde heischen nach der Anerkennung und tun anscheinend nichts lieber, als dem Menschen zu Diensten zu sein.

In den Sommermonaten verwandelt sich das Eissportzentrum in eine Skater-Bahn. Puschel ist auch in der wärmeren Zeit Gast im Hause. Allerdings wird er nicht so häufig gesehen, im Sommer hat er sicher nachts genügend draußen zu regeln.

Und was hat das jetzt alles mit Fotografie zu tun? Na ja, ich habe Puschel ja fotografiert.

Beitrag kommentieren



Kommentare

  • Kirsten Wiese

    25.12.2016, 13:12 Uhr

    Großartige Weihnachtsgeschichte!

    Antworten