Kategorie: Bildinhalt: Landschaft

Eine spiegellose Systemkamera (DSLM) muss her (3) –
Kompaktkameras sind Geschichte

24.05.2019    

Ende 2007 buche ich einen Fotokurs bei einem Berufsfotografen, der über eine abgeschlossene Fotografenausbildung mit Diplom verfügt.

Was wurde hier getrocknet?
Was wurde hier getrocknet?

Wir stöbern in einer leeren Fabrik am Ostbahnhof herum und üben uns in Fotografie von Lost Places. Die meisten Kursteilnehmer haben einen dicken Rucksack dabei. Der Mitstreiter mit der umfangreichsten Ausstattung stellt jedoch in dieser speziellen Umgebung fest, dass er auf seinen Fotos meist nur einen beschränkten Ausschnitt des Innenraums festhalten kann. Er braucht jetzt und hier ein Superweitwinkelobjektiv, packt die Ausrüstung zusammen und ist schon auf dem Weg zum größten Fotoausstatter am Sendlinger Tor.

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Eine spiegellose Systemkamera (DSLM) muss her (1) –
Meine ersten Schritte mit einer Kompaktkamera

23.04.2019    

Kurz nach dem Kauf im Jahr 2007 machte meine Spiegelreflexkamera (DSLR) laufend Sperenzchen. Ich musste sie häufiger reparieren lassen. In den letzten Jahren liebäugelte ich mit einer spiegellosen Systemkamera (DSLM). Anscheinend konnte die Canon EOS 40D meine Gedanken lesen. Sie benahm sich dann vorbildlich und bot keinen Anlass mehr zum Ärger. Damit fehlte mir der eindeutige Anstoß zur Ablösung der alten Kamera.

Irgendwie war ich auch froh, die mühselige Prozedur hinausschieben zu können: Über den Stand der Technik informieren, eigene Anforderungen klar definieren, Angebote sichten, Kameras bewerten und eine auswählen, Angebote der Händler prüfen … Aber nach knapp 12 Jahren hatte ich mich jetzt doch entschlossen, mir eine DSLM zuzulegen.

Casio Ex-Z750
Casio Ex-Z750

Bevor ich das kleine Beschaffungsprojekt startete, ließ ich gedanklich die Zeit an mir vorbeiziehen, als ich begann etwas engagierter zu fotografieren. Wie war das noch, als ich im ersten Fotokurs mit meiner Kompaktkamera nur mitleidiges Lächeln erntete? Stur blieb ich bei meinem einfachen Werkzeug. Dann gab es in dem ersten Kurs einige Überraschungen.

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Making-of einer Fotomontage:
Pinguin auf Weltreise durchquert eine Wüste (2)

27.02.2019    

Im letzten Beitrag hatte ich beschrieben, wie ich meine Vorstellungen vom Bild skizzierte und im Adobe-Stock zwei passende Fotos aussuchte.

Ich füge die Previews mit Photoshop zusammen und setze Fußspuren in den Sand. Als Entwurf passt das Ergebnis einigermaßen.

Entwurf; Montage: L.Wiese; Fotos: ©mophoto -, ©seafarer81 - stock.adobe.com
Entwurf; Montage: L.Wiese
Fotos: ©mophoto -, ©seafarer81 – stock.adobe.com

Also lade ich die Stockfotos in voller Auflösung herunter. In Lightroom entwickle ich die Teile der Fotos, die für die Montage wichtig sind. Bei dem Bild mit den Pinguinen konzentriere ich mich nur auf das Model, weil die Umgebung ja in dem Zielbild nicht erscheint. Die dunklen Teile der Erde können ruhig „absaufen“ und die hellen Bereiche im Wasser dürfen „ausfressen“. Als ich mit den Fotomontagen begann, tat mir das am Anfang immer etwas weh, aber die Teile sind halt nicht relevant.

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Making-of einer Fotomontage:
Pinguin auf Weltreise durchquert eine Wüste (1)

04.02.2019    

Pinguine sind super. In ihrem vornehmen Frack begeistern sie mich immer wieder im Zoo und in Filmen. Ihre Bewegungen erinnern mich an Menschen, die etwas zu tief ins Glas geschaut haben, sich nichts anmerken lassen wollen und versuchen besonders würdevoll zu gehen.

Ich könnte mir vorstellen, dass es einen neugierigen Pinguin gibt, der gerne wissen möchte, ob das Eis am Nordpol besser als in seiner Antarktis-Heimat ist. Also macht er sich auf den Weg. Seine Weltreise führt ihn vom Atlantik her direkt in die Namib, eine Wüste in Namibia und Angola, die bis zum Meer reicht.

Pinguin in Namibia; Montage: L.Wiese;Fotos: ©mophoto -, ©seafarer81 - stock.adobe.com; L.Wiese

Pinguin in Namibia; Montage: L.Wiese;
Fotos: ©mophoto -, ©seafarer81 – stock.adobe.com; L.Wiese

Wie bei fast allen Fotomontagen hatte ich auch bei diesem Bild mit unerwarteten Problemen zu kämpfen.

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Amateurfotografen sind keine Künstler (2)

18.07.2018    

Als ich vor 10 Jahren begann mich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen, hatte ich wahrscheinlich Anfängerglück. Ich erhielt im Jahr 2010 eine Einladung zu einer Gala der Fotokunst.

Blickfang in der Steinwüste #1

Blickfang in der Steinwüste #1

Das Bild „Blickfang in der Steinwüste #1“ hatte beim Trierenberg Super Circuit eine Goldmedaille gewonnen. Der Organisator spricht bei dem Wettbewerb von einem Fotokunstsalon, ein bereits etwas angestaubter Begriff. Auch auf der Website darf das Wort Kunst nicht fehlen. Er bezeichnet den Fotowettbewerb als „World’s Largest Photo Art Contest“.

Im letzten Beitrag habe ich bereits einiges über den Gebrauch des Begriffs Kunst in der Amateurfotografie geschrieben. Doch warum können Amateurfotografen aus meiner Sicht keine Künstler sein?

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Amateurfotografen sind keine Künstler (1)

20.06.2018    

Jetzt habe ich es geschafft. Ich werde als Künstler angesprochen.

Fotografen-Falle #4

Fotografen-Falle #4

Der Kurator einer Galerie bietet mir an, mein Bild „Fotografen-Falle #4“ auszustellen. Er rechnet mir vor, dass ich damit bis zu 2.000 € einnehmen kann.

Ich muss gestehen, zunächst freue ich mich über die Anerkennung. Aber dann beginne ich zu grübeln. Bin ich überhaupt ein Künstler? Um welche Galerie handelt es sich? Wieviel verdient die Galerie mit den Bildern? … Was ist überhaupt Kunst? Weiterlesen…

Bin ich ein Fotobild-Designer oder ein Naturfotograf?

30.11.2017    

Die Metallgestänge wirken aus der Ferne wie ein riesiges Dach. Darauf müsste man nur noch eine Plane montieren und fertig wäre eine gigantische Werkshalle. Aus der Nähe sehe ich dann Obstbäume unter den Metallkonstruktionen, die wie Kleiderbügel aussehen. So habe ich mir das Alte Land bei Hamburg nicht vorgestellt. Die Bilder auf den Ansichtskarten versprechen immer ein Blütenmeer von Obstbäumen. Wir sind wohl Ende April etwas zu früh und zu der Jahreszeit ist die Natur vor lauter Technik kaum zu erkennen.

Kleiderbügel

Kleiderbügel

Ich fotografiere diese merkwürdigen Kleiderbügel, die wohl später mit Netzen bespannt werden, um Vögel fern zu halten. Eines der Fotos reiche ich beim Licher Fotopreis „Mensch und Natur“ ein. Eine wichtige Bedingung bei dem Wettbewerb ist die Einschränkung der digitalen Bearbeitung auf „übliche Qualitätsoptimierungen“. Damit werden die extremen Anforderungen der dogmatischen Naturfotografen zwar nicht erreicht, aber die Regeln schränken meine übliche Arbeitsweise doch ein. Ich füge mich den Bedingungen, um an dem renommierten Wettbewerb teilnehmen zu können. Bin ich damit fast ein Naturfotograf oder doch  eher ein Fotobild-Designer?

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