Kategorie: Bildinhalt: Architektur

Amateurfotografen sind keine Künstler (2)

18.07.2018    

Als ich vor 10 Jahren begann mich intensiver mit Fotografie zu beschäftigen, hatte ich wahrscheinlich Anfängerglück. Ich erhielt im Jahr 2010 eine Einladung zu einer Gala der Fotokunst.

Blickfang in der Steinwüste #1

Blickfang in der Steinwüste #1

Das Bild „Blickfang in der Steinwüste #1“ hatte beim Trierenberg Super Circuit eine Goldmedaille gewonnen. Der Organisator spricht bei dem Wettbewerb von einem Fotokunstsalon, ein bereits etwas angestaubter Begriff. Auch auf der Website darf das Wort Kunst nicht fehlen. Er bezeichnet den Fotowettbewerb als „World’s Largest Photo Art Contest“.

Im letzten Beitrag habe ich bereits einiges über den Gebrauch des Begriffs Kunst in der Amateurfotografie geschrieben. Doch warum können Amateurfotografen aus meiner Sicht keine Künstler sein?

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Amateurfotografen sind keine Künstler (1)

20.06.2018    

Jetzt habe ich es geschafft. Ich werde als Künstler angesprochen.

Fotografen-Falle #4

Fotografen-Falle #4

Der Kurator einer Galerie bietet mir an, mein Bild „Fotografen-Falle #4“ auszustellen. Er rechnet mir vor, dass ich damit bis zu 2.000 € einnehmen kann.

Ich muss gestehen, zunächst freue ich mich über die Anerkennung. Aber dann beginne ich zu grübeln. Bin ich überhaupt ein Künstler? Um welche Galerie handelt es sich? Wieviel verdient die Galerie mit den Bildern? … Was ist überhaupt Kunst? Weiterlesen…

Fotobilder am Computer inszenieren

30.11.2016    

Adlerlogis #1 / 2008

Adlerlogis #1 / 2008

Man kann Bilder mit den unterschiedlichsten Methoden inszenieren. Meist arrangiert der Fotograf das Motiv, um eine bestimmte Bildaussage zu erreichen. Mit Kamera und Beleuchtung setzt er das Foto entsprechend in Szene. Auch bei der Präsentation des fertigen Fotos hat man viele Möglichkeiten, den Betrachter gezielt anzusprechen.

Das war sehr schön auf der Ausstellung „Inszeniert! – Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst“ zu sehen, von der ich im letzten Blog-Beitrag berichtete. Als ich die Kunsthalle verließ, fragte ich mich selbst, wie das eigentlich bei meinen Bildern funktioniert. Ich inszeniere vorwiegend mit den mächtigen Mitteln der digitalen Bildbearbeitung.

Beim Bild Adlerlogie #1 habe ich aus meiner Sicht relativ wenig korrigiert. Wie sah das Original aus? Was habe ich verändert und warum? In zwei weiteren Beispielen möchte ich Bilder mit stärkeren Bearbeitungen zeigen.

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Ist eine Bildaussage Pflicht?

05.10.2016     2 Kommentare

5 Empfänger #1 / 2010

5 Empfänger #1 / 2010

Bei einem Blog über Fotografie hatte ich einen Kommentar abgegeben, in dem ich auf das Thema Bildaussage hinwies. Der Beitragsautor antwortete, dass er über „Bildaussage“ nicht so viel reden wolle. Die sehe er bei normalen Bildern so gut wie nie in Fotowettbewerben. Man solle es beim Handy vorläufig nicht schon wieder als Pflicht sehen.

Der Autor ist in der Amateurfotografie sehr erfahren, er war 25 Jahre Redakteur bei einer Fotozeitschrift. Ich wunderte mich sehr, dass ein fachkundiger Fotograf in Wettbewerben kaum Bilder mit einer Bildaussage gesehen hat und das Wort in Anführungszeichen setzt. Daher möchte ich dieses Thema hier in einem eigenen Blog-Beitrag behandeln.

Dabei versuche ich möglichst konkret zu werden. Das Bild „5 Empfänger #1“ soll als ein Beispiel dienen. Hat das Foto eine Bildaussage? Was ist die Grundlage? Ist der Inhalt oder die Form relevanter?

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Ausstellung der GfF in meinem früheren Wohnort

07.09.2016    

Als ich noch in Unterföhring wohnte, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass einmal Bilder von mir im Bürgerhaus hängen würden. Wie denn auch? Das Bürgerhaus gab es zu der Zeit noch gar nicht, es wurde erst im Jahr 2010 eröffnet.

Von außen gefällt es mir nicht so gut. Es wirkt auf mich wie ein zu dunkler kastenförmiger Fremdkörper. Aber innen ist es fantastisch. Die großzügigen Räume lassen funktionell und ästhetisch keine Wünsche offen. Das großzügige Foyer eignet sich sehr gut für Ausstellungen. Es gibt genügend Wandflächen, so dass keine Stellwände für die Bilder erforderlich sind.

Vom 19. August bis 9. September findet dort die Ausstellung der Gesellschaft für Fotografie „100 Bilder des Jahres 2015“ statt. Ich bin mit einer Serie und einem Einzelbild vertreten.

Serie Felsstatuen / 2015

Serie Felsstatuen / 2015

Die Serie Felsstatuen besteht eigentlich aus zehn Bildern. Für den GfF-Wettbewerb entfernte ich das Bild „Segelschiff“, weil ich es nicht im Jahr 2015 fotografiert hatte. Ursprünglich war ein zweites Einzelbild von der Jury für die Ausstellung ausgewählt worden. Das Foto wurde jedoch nachträglich ausgeschlossen, da ich es nicht im Jahr 2015 fotografiert hatte.

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Die Kläranlage war das beste Fotografie-Event

08.06.2016    

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In der letzten Woche war ich auf 3 Veranstaltungen, die mit Fotografie zu tun hatten. Am Dienstag besuchte ich die Fotoabteilung des Münchner Stadtmuseums. Sie hatte zur Führung mit dem Titel „Bilderlust oder der kuratorische Blick – „GESCHENKT. GEKAUFT. GEFUNDEN – Ankäufe und Schenkungen der letzten 10 Jahre“ in der Sammlung Fotografie“ eingeladen.

Am Donnerstag folgte der Vortrag „Die Zeitschrift „Photo International“ – ein Rückblick auf 30 Jahre Chefredaktion von Hans-Eberhard Hess und Hans-Michael Koetzle“ im Kulturzentrum Gasteig der Stadt München.

Bei der Führung durch das Klärwerk Großlappen am Freitag war die Fotografie eigentlich kein Thema. Aber da das Museum und der Vortrag schwächer ausfielen und ich im Klärwerk einige interessante Fotomotive fand, gefiel mir die letzte Veranstaltung am besten.

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