Ein neuer Desktop-PC für Fotografen muss her (7) –
Kabelkanal montieren und Kabel verstecken

23.05.2018    

Kabelverhau

Kabelverhau

Einen hab‘ ich noch. Der neue PC läuft super. Ich kann sehr performant mit Lightroom und Photoshop arbeiten.

Aber es gibt etwas, das mich schon seit Jahren stört, der Kabelsalat hinter dem Arbeitstisch. Die Netz- und Datenkabel hängen wild rum. Mache ich jetzt die Kür und tue was für die Ästhetik?

 

Wie versteckt man die vielen Kabel möglichst geschickt und aufwandsarm? Auch hier hilft eine Recherche im Internet. Da sehe ich die abenteuerlichsten Lösungen. Ein Bastler hatte die Idee, die Kabel unter der Tischplatte zu fixieren. Das geht bei mir nicht, weil ich meine Beinfreiheit nicht einschränken möchte.

Kabelkanal

Kabelkanal

Kabelkanäle in Spiralform gefallen mir auch nicht. Sie sind auch nicht viel ästhetischer als frei verlaufende Kabel. Die Netzanschlüsse benötigen viel Platz. Als Lösung dafür sehe ich spezielle Kästen, in denen die Steckerleisten verschwinden.

Steckerleiste

Steckerleiste

Das sind alles gute Anregungen, ich brauche aber eine einfache Lösung für sämtliche Kabelarten und Anschlüsse. Da erinnere ich mich an die Schaltschränke im Schiffbau, die ich während meiner Ausbildungszeit bei den Howaldtswerken in Kiel verdrahtet habe. Die Kabel führten wir ganz akkurat durch geräumige Kabelkanäle. Eine entsprechende Lösung kann ich mir auch an der Rückseite des Arbeitstisches vorstellen.

Ich fahre in den nächstgelegenen Baumarkt und kaufe einen Kabelkanal, der groß genug ist, um auch längere Kabel zu verstecken. In dem Querschnitt von 4 x 6 cm kann ich sie in Schleifen hin und her führen. Ich befestige den Kanal an der hinteren Tischkante. Er passt zwar farblich nicht so gut, aber hinter der Tischplatte fällt er kaum auf. Nachdem ich die Löcher für die Kabelzuführungen ausgesägt habe, kann ich den Wust von Netz- und Datenkabel sehr gut verstecken.

Kabel im Versteck

Kabel im Versteck

Aber jetzt liegen die Steckerleisten mit den Netzanschlüssen noch auf dem Boden rum. Die befestige ich kurzerhand an den Tischbeinen.

Die restlichen außenliegenden Kabel führe ich einigermaßen sauber mit Kabelbindern. Das ist eine Fieselarbeit.

Bei die Kür, die ich hier absolvierte, steht der Aufwand in keinem sinnvollen Verhältnis zum praktischen Nutzen. Aber die Lösung gefällt mir trotzdem.

Schließlich habe ich als voll ausgebildeter Elektromechaniker einen Ruf zu verlieren. Oder?

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