Archiv: März 2017

Kuriose Fundstücke –
Schildertexte und mehr (1)

22.03.2017     2 Kommentare

Das von Ekel verzerrte Gesicht fällt sofort auf. Man fragt sich, was das Baby erleiden muss. Der Text klärt unmissverständlich auf. Und ich leide ein bisschen mit, weil ich gern Milch trinke. Jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht: Wenn die Milch gekippt ist, schmeckt sie ekelhaft.

Die Milch war sauer

Die Milch war sauer

Ich entdeckte den Aufkleber vor ca. 10 Jahren als ich mich in München zwischen parkenden Autos durchdrängte. Eine Spiegelreflexkamera hatte ich noch nicht. Zu dieser Zeit tat es noch eine Kompaktkamera von Casio, bei der es aber bereits eine Belichtungseinstellung gab. Auch ein Histogramm konnte ich mir auf dem Display anzeigen lassen.

Der Sticker mit dem entsetzten Baby hebt sich erfreulich von der Masse der Bekenntnisse an den Autohecks ab. Es ist eine putzige Alternative zu den üblichen Babyaufklebern der stolzen Eltern: Lukas fährt mit, Lilly on Tour oder auch nur Baby on Board.

Ich fand das Foto, als ich in Lightroom nach einem Bild für eine Montage stöberte. Gern ließ ich mich von der eintönigen Suche ablenken. Ich fand einige weitere Schnappschüsse. In lockerer Folge werde ich sie zukünftig im Blog zeigen.
In diesem Blog-Beitrag folgen weitere Bekundungen an Autohecks.

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Die Weltmaschine des Franz Gsellmann –
Wimmelbilder fotografieren (2)

08.03.2017    

In einer ländlichen Gegend der Steiermark nahe der slowenischen und ungarischen Grenze geht ein rechtschaffender Landwirt jeden Sonntag in die Kirche und danach ins Wirtshaus. Dort liest er in einer Regionalzeitung den Bericht über die Weltausstellung im Jahr 1958 in Brüssel.

Soweit ist die Welt noch in Ordnung. Dann sieht er eine Abbildung des Atomiums. Das Modell der Eisen-Kristallstruktur muss ihn wie ein Schlag getroffen haben.

Franz Gsellmann; Foto Gery Wolf

Franz Gsellmann; Foto Gery Wolf

Franz Gsellmann, der bisher kaum über die Oststeiermark hinaus gekommen war, reist mit dem Zug nach Brüssel, bestaunt das Atomium, zeichnet es ab, kauft sich ein Modell des Bauwerks und fährt zurück, ohne zu übernachten. Zu Hause beginnt er ein geheimes Werk in der Stube seines verstorbenen Vaters. Niemand erfährt, was er dort treibt. Acht Jahre lang gestattet er selbst seiner Familie keinen Blick auf seine Tüftelarbeit.

Im letzten Blog-Beitrag berichtete ich über meine erste Besichtigung der Weltmaschine (zum Beitrag). Drei Jahre später besuchte ich erneut die Weltmaschine, diesmal zusammen mit meiner Frau. Ich hatte mir überlegt, wie ich das filigrane Werk als Wimmelbild fotografieren wollte. Da machte die Kamera aber nicht mit. Sie versagte mir ihren Dienst.

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